Die zuständigen Behörden suchen seit Tagen intensiv nach möglichen Infektionsquellen für die zuletzt gehäuft aufgetretenen Erkrankungen. Laut einer gemeinsamen Medieninformation von Land OÖ, Stadt Linz und AGES kamen in der vergangenen Woche fünf weitere Fälle hinzu. Betroffen sind Menschen, die entweder in Linz wohnen oder sich während des möglichen Ansteckungszeitraums dort aufgehalten haben.
Im Zuge der Ermittlungen wurden mehr als 100 Proben aus unterschiedlichen möglichen Infektionsquellen genommen und untersucht. Erste auffällige mikrobiologische Gutachten liegen nun vor. Dabei stellte die AGES in Kühltürmen eines Unternehmens im Bereich der Wiener Straße eine starke Belastung mit Legionellen fest.
Maßnahmen in Anlage eingeleitet
Die Stadt Linz leitete laut Aussendung unmittelbar Maßnahmen in der betroffenen Anlage ein. Diese sollen verhindern, dass sich die Erreger weiter verbreiten. Gleichzeitig soll damit ein sicherer Betrieb der Anlage gewährleistet werden.
Legionellen können beim Menschen eine schwere Form der Lungenentzündung auslösen. Die sogenannte Legionärskrankheit wird durch Bakterien verursacht, die sich etwa in wasserführenden technischen Anlagen vermehren können.
Weitere Untersuchungen laufen
Ob die nun gefundenen Legionellen tatsächlich mit den Erkrankungen in Zusammenhang stehen, ist laut Behörden noch offen. Dafür sollen weiterführende Untersuchungen durchgeführt werden. Dabei wird das Erbgut der Erreger aus den Proben mit jenem der Erkrankten verglichen.
Die Behörden betonen, dass derzeit auch andere oder weitere Infektionsquellen nicht ausgeschlossen werden können. Die Ermittlungen und Untersuchungen würden deshalb intensiv fortgesetzt.