Im Fall der Legionellen-Erkrankungen in Linz – zuletzt waren es 22 Fälle – gibt es nun einen ersten Anhaltspunkt. In einer Kühlanlage der Linz AG am Dach eines Stromnetzgebäudes in der Wiener Straße wurde eine Legionellen-Verkeimung festgestellt.
Ein Zwischenbericht der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) dazu liegt vor. Laut Behörden soll die betroffene Anlage eine mögliche Infektionsquelle sein.
Aktuell keine Gefahr für die Gesundheit
In Abstimmung mit der Stadt Linz wurden nach Bekanntwerden alle Sofortmaßnahmen eingeleitet. Die intensive Reinigung der Anlage mit allen technischen und chemischen Mitteln ist im Gang. Aktuell besteht keine Gesundheitsgefahr. Und das Trinkwasser der Linz AG ist nicht betroffen.
Der Grund für das Auftreten der Legionellen wird nun genau untersucht. Die Anlage sei regelmäßig nach Vorschrift gewartet worden, heißt es von der Linz AG, außerdem befinde sie sich auf dem neuesten Stand der Technik. Deswegen sei der Befall ungewöhnlich.
Verschmutzung von außen möglich
Geprüft wird auch, ob die Legionellen von außen in die Anlage gelangt sein könnten – etwa durch Betonstaub von Großbaustellen in unmittelbarer Nähe. Die große Hitze der vergangenen Woche könnte das Entstehen der Keime begünstigt haben.
Alle anderen Kühlanlagen nicht betroffen
Die bisherigen Überprüfungen der weiteren Kühlanlagen der Linz AG waren negativ. Derzeit kann auch noch nicht gesagt werden, ob es sich beim identifizierten Legionellenstamm um jenen handelt, der zu den Erkrankungen in Linz geführt hat.
Legionellen können beim Menschen eine schwere Form der Lungenentzündung auslösen.