Erst am Montag präsentierte die Bundesregierung in Salzburg ihr Vorhaben und schickte den Gesetzesentwurf für ein Social-Media-Verbot in Begutachtung. Plattformen wie TikTok, Instagram, YouTube oder Snapchat sollen für Kinder unter 14 Jahren künftig tabu sein. Mit einem gesetzlichen Verbot will die Bundesregierung junge Menschen besser vor problematischen Inhalten und Suchtgefahr schützen.

„Wichtiger erster Schritt“

Für Agnes Gotthardt von der Fachstelle für digitalen Kinderschutz „saferinternet“ ein wichtiger Schritt – allerdings nur einer von vielen. „Das kann natürlich nicht das alleinige Ziel sein, sondern es muss an mehreren Schrauben geschraubt werden, um die Jugend umfassend zu schützen“, so Gotthardt.

Bessere Schulung von Medienkompetenz gefordert

Entscheidend sei vor allem, die Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken, sagte Gotthardt: „Man geht davon aus, dass Kinder ab 14 Jahren dann so reif sind, dass sie sich mit den Sozialen Medien gut auskennen. Aber da muss man trotzdem ganz intensiv auf die Schulung von Medienkompetenz setzen, um die Kinder und Jugendlichen gut auf die Zeit vorzubereiten, wo sie dann Soziale Medien nutzen dürfen.“

Kinder müssten lernen, digitale Medien sicher und verantwortungsvoll zu nutzen. Dafür brauche es Aufklärung, Begleitung durch Eltern und Schulen sowie altersgerechte Angebote, so die Expertin.