Im Ranking der Insolvenzursachen kam es im abgelaufenen Jahr zu leichten Verschiebungen. Eine frühere Selbstständigkeit als Auslöser legte gegenüber 2024 um 1,6 Prozentpunkte zu und wurde dadurch zum häufigsten Grund. Parallel dazu gingen die Pleiten wegen persönlichen Verschuldens um 3,2 Prozentpunkte zurück.

Österreichweit wurden im abgelaufenen Jahr dem Gläubigerschutzverband zufolge 8.766 Schuldenregulierungsverfahren eröffnet – das waren sogar etwas weniger als im Jahr davor (minus 0,6 Prozent). In Salzburg und Tirol sei ehemalige Selbstständigkeit in mehr als jedem dritten Fall mit jeweils 35 Prozent und damit überdurchschnittlich oft Insolvenzauslöser gewesen.

Umgang mit Finanzen wurde teils sorgsamer

Das heißt: in Salzburg schlittern besonders viele Geschäfts-Pleitiers auch noch in die Privatinsolvenz. „Die finanziellen Folgen einer früheren Selbstständigkeit und persönliches Verschulden prägen seit Jahren die Ursachenstatistik“, erklärte Karl-Heinz Götze, Leiter der KSV1870 Insolvenz. „Positiv ist, dass zuletzt einige Betroffene sorgsamer mit ihren Finanzen umgegangen sind, weshalb ‚persönliches Verschulden‘ als Hauptgrund im Vorjahr etwas seltener aufgetreten ist.“ Als weiterer Auslöser für Privatinsolvenzen rangierte Einkommensreduktion, wie Jobverlust mit 16 Prozent, unverändert auf Platz drei.

Überproportional betroffen sind übrigens Menschen ab 40 – während bei Personen bis 40 weiterhin Konsumschulden der Hauptgrund für den privaten Konkurs bleiben.