Im Regen von Schottland traf Seedy Jatta bereits vor der Pause ins Tor, sein Treffer wurde aber wegen eines Foulspiels zurückgenommen. Nach der Pause traf dann erst Simon Seidl ins Eck (64.), ehe mit Emran Soglo auch ein zweiter Neuzugang für die Grazer im mit rund 20.000 Fans fast vollen Tynecastle Park in Edinburgh zum Aufstieg traf (68.).

Die sechste Teilnahme an einem Europacup-Hauptbewerb in Folge ist fixiert, zumindest in der Europa League wird man wieder dabei sein. Am Mittwoch entscheidet sich aber erst, ob der kommende Gegner in der CL-Qualifikation aus Polen oder der Türkei kommen wird. Termine für die dritte Runde sind der 4./5. und 11. August. Meister und Cupsieger LASK steigt dann erst im CL-Play-off ins Geschehen ein.

Sturm mit Gesamtscore von 6:0 weiter

Der SK Sturm Graz hat Heart of Midlothian nach dem 4:0 im Hinspiel auch in Schottland geschlagen. Die Steirer feierten durch Tore von Seidl und Soglo einen 2:0-Sieg und zogen souverän in die nächste Runde der Qualifikation für die UEFA Champions League ein.

Die Grazer setzten auf die gleiche Startelf wie im Hinspiel. In der Defensive ließen die Gäste nichts anbrennen und kaum Torchancen zu. Selbst konnten sich die Steirer in der Offensive oftmals in Szene setzen, es mangelte dem Sturmduo aber an der Kaltschnäuzigkeit.

Doppelschlag nach der Pause

Simon Wodarczyk scheiterte aus zehn Metern am Goalie (16.) wie auch mit einem Kopfball (38.). Seedy Jatta vergab zweimal (24., 25.), ehe er eine Minute später nach Hereingabe von Seidl aus vier Metern mit dem Außenrist locker einschob. Nach VAR-Eingriff nahm der lettische Schiedsrichter Andris Treimanis den Treffer allerdings aufgrund eines vermeintlichen Jatta-Foulspiels zuvor wieder zurück.

Nach Wiederbeginn war das Spielgeschehen ziemlich unverändert. Sturm gab den Ton an, Seidl (56.) und Jeyland Mitchell (57.) vergaben vorerst weitere Topchancen. Im Gegenzug musste Sturm-Tormann Daniil Chudjakow bei einem Miller-Schuss das einzige Mal eine Parade zeigen. Danach münzten die Gäste ihre Überlegenheit auch noch in Tore um. Jon Gorenc Stankovic bediente Seidl per Kopf ideal, und der Mittelfeldspieler traf überlegt ins lange Eck.

Soglo erhöht auf 2:0 (68.)

Sturm Graz gewann auch das Rückspiel gegen Hearts of Midlothian mit 2:0 und zog souverän in die dritte Qualifikationsrunde der Champions League ein. Damit ist den Grazern zumindest die Teilnahme an der Europa League sicher.

Vier Minuten später machte Soglo nach einem kurz abgewehrten Schuss mit einem glücklichen Abstauber alles klar. Sturm hat damit weiter noch nie einen Viertorevorsprung nach einem Europacup-Hinspiel verspielt.

Stimmen zum Spiel:

Fabio Ingolitsch (Sturm-Trainer): „Ein richtig schwieriges Spiel, genauso, wie wir das erwartet haben. Speziell in der Anfangsphase war es eine unglaubliche Atmosphäre. Deswegen war es für uns einfach ganz wichtig, diese Anfangsphase, diese große Druckphase da sauber zu überstehen. Das haben wir sehr souverän gemeistert im Verbund und haben uns da Schritt für Schritt rausgearbeitet. Deswegen hätten wir eigentlich schon in der ersten Halbzeit in Führung gehen können. Das haben wir leider nicht geschafft. Aber trotzdem war es so, dass wir mit jeder gelungenen Aktion dann irgendwie für Minute für Minute den Stecker gezogen haben. Und spätestens nach dem ersten Tor von uns war allen klar, dass da nichts mehr anbrennt.“

Simon Seidl (Sturm-Torschütze): „Es ist unglaublich. Das Hinspiel war schon magisch, wir haben trotzdem gewusst, dass der Gegner stark ist und wir mit 100 Prozent spielen müssen. Das sind die Spiele, von denen man als Kind träumt, in Schottland vor 20.000. Wir haben von Anfang an alles reingeworfen, jeder hat 100 Prozent Gas gegeben. Es waren ein paar richtig knappe Situationen dabei, wenn man da nicht mit der nötigen Schärfe spielt, hätte es noch eng werden können. So haben wir wieder zu null gespielt, und vorne haben wir Gott sei Dank zwei Bälle reingehaut. Dann gewinnt man so ein Spiel 2:0.“

UEFA Champions League, Qualifikation, zweite Runde, Rückspiel

Dienstag:

Heart of Midlothian – Sturm Graz 0:2 (0:0)

Edinburgh, Tynecastle Park, SR Treimanis (LAT)

Torfolge:

0:1 Seidl (64.)

0:2 Soglo (68.)

Hearts: Schwolow – Altena, Fagan-Walcott, Kingsley (45+2./Findlay), Milne – Spittal (68./Renaud), McEntee, Guendouz (68./Ba-Sy) – Miller (68./Kabore), Braga, Kyziridis (80./McCart)

Sturm: Chudjakow – Heil, Vallci, Mitchell, Soglo (76./Malic) – S. Seidl, Weinhandl (46./Fosso), Gorenc Stankovic (81. Halwachs), Hödl (76./Mamageischwili) – Wlodarczyk (72./Beganovic), Jatta

Gelbe Karten: Keine bzw. Vallci

Hinspiel: 0:4, Gesamt: 0:6, Aufstieg in dritte CL-Quali-Runde, nächster Gegner Gornik Zabrze (POL) oder Fenerbahce Istanbul (TUR/Hinspiel: 0:1)