„Das sind die Spiele, von denen man als Kind träumt, in Schottland vor 20.000 Fans. Es war einfach magisch“, meinte Neuzugang Simon Seidl nach dem 2:0-Sieg im Rückspiel. Er selbst brachte Sturm in der 64. Minute in Führung. Neben dem 23-jährigen Bruder von Rapids Matthias Seidl sorgte mit Emran Soglo (68.) ein weiterer Sommerzugang dafür, dass nach dem Heim-4:0 auch die Auswärtspartie völlig zu Recht gewonnen wurde.
„Die Schotten haben alles versucht, es noch zu drehen, wir haben das aber nicht zugelassen. Wir haben von Anfang an alles reingeworfen, jeder hat 100 Prozent Gas gegeben“, resümierte Seidl, der sich schnell bei seinem neuen Club eingefunden hat. Akzente im Hinspiel sowie ein Treffer auch beim souveränen 3:0 im ÖFB-Cup gegen Seekirchen waren ihm schon vor Dienstag gelungen. Der Treffer im 20.000 Fans fassenden Tynecastle Park war nun das bisherige Highlight des Ex-Kickers von Absteiger Blau-Weiß Linz.
Seidl: „Von diesen Spielen als Kind geträumt“
Sturm Graz hat auch das Rückspiel gegen Hearts of Midlothian gewonnen und ist damit souverän in die dritte Qualifikationsrunde der Champions League eingezogen. Damit ist den Grazern zumindest die Teilnahme an der Europa League sicher.
Druckphase souverän gemeistert
Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch sprach von einer „unglaublichen“ Atmosphäre zu Beginn. „Deswegen war es für uns einfach ganz wichtig, diese Anfangsphase, diese große Druckphase da sauber zu überstehen. Das haben wir sehr souverän gemeistert im Verbund und haben uns da Schritt für Schritt rausgearbeitet“, analysierte der 34-Jährige.
Sturm mit Gesamtscore von 6:0 weiter
Der SK Sturm Graz hat Heart of Midlothian nach dem 4:0 im Hinspiel auch in Schottland geschlagen. Die Steirer feierten durch Tore von Seidl und Soglo einen 2:0-Sieg und zogen souverän in die nächste Runde der Qualifikation für die UEFA Champions League ein.
Mangelnde Kaltschnäuzigkeit der Stürmer Simon Wlodarczyk und Seedy Jatta verhinderte eine Führung, die auch laut Ingolitsch in einem richtig schwierigen Spiel verdient gewesen wäre, zur Pause. Spannend wurde es danach trotzdem nicht mehr. „Es war so, dass wir ihnen mit jeder gelungenen Aktion dann irgendwie Minute für Minute den Stecker gezogen haben. Und spätestens nach dem ersten Tor von uns war allen klar, dass da nichts mehr anbrennt“, meinte der 34-Jährige.
Sturm-Fans „geben richtig Gas“
Nach Seidls Tor waren fast nur noch die mehr als 500 mitgereisten Grazer Anhänger und Anhängerinnen zu hören, während zahlreiche Fans der Hearts frühzeitig das Stadion verließen. „Unsere Fans sind unglaublich, sie geben richtig Gas, auch auswärts unter der Woche in Schottland“, sagte Seidl.
Wo die nächste internationale Reise hinführt, ist noch nicht fixiert. Denn erst am Mittwochabend entscheidet sich, ob der kommende Gegner in der CL-Qualifikation aus Polen oder der Türkei kommen wird. Das Hinspiel zwischen Fenerbahce Istanbul und Gornik Zabrze endete 1:0. Termine für die dritte Runde sind der 4./5. und 11. August.
UEFA Champions League, Qualifikation, zweite Runde, Rückspiel
Dienstag:
Heart of Midlothian – Sturm Graz 0:2 (0:0)
Edinburgh, Tynecastle Park, SR Treimanis (LAT)
Torfolge:
0:1 Seidl (64.)
0:2 Soglo (68.)
Hearts: Schwolow – Altena, Fagan-Walcott, Kingsley (45+2./Findlay), Milne – Spittal (68./Renaud), McEntee, Guendouz (68./Ba-Sy) – Miller (68./Kabore), Braga, Kyziridis (80./McCart)
Sturm: Chudjakow – Heil, Vallci, Mitchell, Soglo (76./Malic) – S. Seidl, Weinhandl (46./Fosso), Gorenc Stankovic (81. Halwachs), Hödl (76./Mamageischwili) – Wlodarczyk (72./Beganovic), Jatta
Gelbe Karten: Keine bzw. Vallci
Hinspiel: 0:4, gesamt: 0:6, Aufstieg in dritte CL-Qualirunde, nächster Gegner Gornik Zabrze (POL) oder Fenerbahce Istanbul (TUR/Hinspiel: 0:1)