Gegen den GAK kompensierten die Linzer den Ausfall aber auch den Abgang von Offensivschlüsselspieler Sasa Kalajdzic mit einem sehr flexiblen Ansatz. Das Trio aus Doppeltorschützen Samuel Adeniran, Krystof Danek und Christoph Lang funktionierte, Letzterer traf nach vier Toren im Cup in Kalsdorf (7:0) auch in der Liga.

Dabei war der Torschütze vor Saisonstart nicht einmal als Stürmer vorgesehen, sprang aber ein, weil auch Moses Usor noch nicht voll fit ist. „Es ist gut, dass Lang diese Situation angenommen hat“, erklärte Kühbauer. „Mich freut es, dass er ein gutes Spiel gemacht und sich mit dem Tor belohnt hat.“

LASK weiter auf Stürmersuche

Der Coach begrüßte, dass Lang Druck auf die anderen Stürmer mache. Aufgrund der Verletzung von Neuzugang Harakate sei man an vorderster Front etwas dünn, sagte LASK-Sportdirektor Dino Buric. Man schaue sich auf dem Transfermarkt um. „Wir wollen uns in der Spitze verstärken, nicht nur in der Masse. Wir werden aber keinen 20-Plus-Tore-Stürmer umsetzen können, so realistisch muss man sein.“ Wenn man die offene Position noch schließe, glaube er das Team für alle Aufgaben in der Saison gut gewappnet, versicherte Buric.

Verlieren könnten die Linzer noch Mittelfeldmann Melayro Bogarde. Der 24-Jährige wird als möglicher Nachfolger des Ex-Rapidlers Mamadou Sangare mit RC Lens in Verbindung gebracht. „Wenn etwas für einen Leistungsträger kommt, wird der betreffende Verein tief in die Tasche greifen müssen“, sagte Buric über mögliche Abgänge. Bogarde sei ein „sehr, sehr wichtiger Spieler“, ergänzte Kühbauer, das habe man auch nach dessen Einwechslung gegen den GAK gesehen.

Linzer erwarten Gegner im CL-Play-off

Mit der Leistung seines Teams war Kühbauer zufrieden. „Weil die Jungs sehr gut zusammenarbeiten“, begründete der 55-Jährige. „Wenn du kein Tor bekommst, kannst du nicht verlieren. Den letzten Ball können wir aber noch ein bisschen besser spielen.“ Ähnlich sah es Lang, der erstmals seit 15 Monaten in der Liga nicht als „Joker“, sondern als Startelfspieler ein Tor erzielte. „Vor allem Umschaltsituationen können wir besser fertig spielen. Es gibt noch in vielen Aspekten Luft nach oben“, erklärte der Steirer.

Die nächste Bewährungsprobe steht für den Meister nächsten Sonntag bei der Wiener Austria an. Davor erfahren die Linzer am Montag noch ihren Gegner im Play-off um den Einzug in die Champions League. Die prominenteren möglichen Kontrahenten sind Celtic Glasgow, AEK Athen sowie bei deren Aufstieg aus der dritten Qualirunde Roter Stern Belgrad mit ÖFB-Rekordnationalspieler Marko Arnautovic, Dinamo Zagreb und Slovan Bratislava.