Mladenovic verbesserte außerdem den österreichischen Rekord von Christopher Rothbauer von 28. Februar 2020 (2:09,88) um mehr als eine Sekunde. Der Endlauf steigt am Donnerstag (19.29 Uhr, live in ORF Sport +). „Als Zweiter im Finale zu stehen ist eine große Ehre. Ich freue mich darauf, das im Finale zu zeigen“, sagte Mladenovic.
Der Youngster steigerte sich von seinem siebenten Aufstiegsplatz aus dem Vorlauf um 1,68 Sekunden. Seine mehr als ein Jahr alte persönliche Bestzeit unterbot er um 1,23 und drang über diese Strecke damit in eine neue OSV-Dimension vor.
Mladenovic schwimmt mit Rekord ins EM-Finale
Luka Mladenovic zieht über 200 m Brust mit der zweitschnellsten Halbfinal-Zeit ins EM-Finale ein und verbessert den österreichischen Rekord um mehr als eine Sekunde.
„Ich bin sehr zufrieden mit der Zeit. Ich habe gedacht, dass für das Finale 2:08 notwendig ist. Darauf habe ich mich vorbereitet. Umso besser, wenn ich damit Zweiter werde. Ich glaube, da ist noch ein bisschen etwas drinnen. Angepeilt in meinem Kopf ist eine niedrige 2:08.“
Berger hadert mit Leistung über 200 m Kraul
Iris Julia Berger musste sich über 200 m Kraul in 1:59,19 Minuten mit Rang 16 begnügen. „Ich verstehe nicht, warum ich langsamer als vor einem Jahr schwimme. Es tut einfach nur weh“, beschrieb die 21-Jährige das Körpergefühl im Wasser. Ihren österreichischen Rekord hatte sie im Juli 2025 in Aarhus in 1:58,08 aufgestellt. Nach den Vorläufen belegten Marlene Kahler (2:01,28) und Nida Omid (2:03,77) die Plätze 31 und 41.
Über 100 m Delfin brachte Simon Bucher sein übliches Leistungsvermögen wie über 50 m Delfin nicht ins Wasser. „Das ist sehr enttäuschend“, meinte der Tiroler über seine 52,37 Sekunden. „Ich habe schon öfter gehabt, dass der 50er gar nicht gegangen ist und der 100 dafür. Aber dass der 100er auch so schlecht ist, das tut eigentlich ein bisschen weh“, haderte der 26-Jährige.
Lukas Edl – in 52,20 Sekunden nur 17/100 am Semifinale vorbei und vier Ränge vor Bucher 22. – war auch in seinem dritten EM-Bewerb bester Österreicher. Schwimmerisch sei er gut gewesen. „Aber der Start war nicht perfekt, die Wende war schlecht, beim Abstoß habe ich etwas verschenkt und auch beim Anschlag zwei, drei Zehntel“, sagte der 19-Jährige. Martin Espernberger kam in 53,32 nicht über Platz 40 hinaus. Aviva Hollinsky belegte über 400 m Lagen in 4:52,64 Minuten unter 14 Sportlerinnen Rang 13.
Jakub Maly, interimistischer OSV-Sportdirektor, nominierte unterdessen Edl und Heiko Gigler für die Staffel über 4 x 100 m Kraul am Donnerstag als Start- bzw. Schlussschwimmer. Dazwischen kommen Viktor Kopf und Christian Giefing zum Einsatz.