„Ich bin sehr glücklich, leider keine neue Bestzeit, aber insgesamt so stabil zu sein, macht mich sehr glücklich. Hinten raus hat es sehr wehgetan, aber ich habe den Kopf einfach ausgeschaltet und alles gegeben. Es hat sich ausgezahlt. In Zukunft ist noch einiges drinnen“, sagte Mladenovic im ORF-Interview.

Im Halbfinale am Mittwoch hatte der 22-Jährige in 2:08,85 Minuten als Gesamtsiebenter den bisherigen österreichischen Rekord von Christopher Rothbauer von 28. Februar 2020 (2:09,88) pulverisiert.

Mladenovic holt EM-Bronze über 200 Meter Brust

Bei den Schwimmeuropameisterschaften in Paris holt Luka Mladenovic über 200 Meter Brust sensationell die Bronzemedaille: Der 22-Jährige bleibt nur sechs Hundertstel hinter dem von ihm am Mittwoch aufgestellten österreichischen Rekord.

Seine mehr als ein Jahr alte persönliche Bestzeit unterbot er um 1,23 und drang über diese Strecke damit in eine neue OSV-Dimension vor. Gegenüber dem Vorlauf hatte sich Mladenovic um 1,68 Sekunden gesteigert, im Finale blieb er nur sechs Hundertstelsekunden darüber.

Bei der Kurzbahn-EM 2025 im polnischen Lublin hatte Mladenovic über 100 und 200 Meter Brust die Bronzemedaille erobert. Die bisher einzige Medaille der Herren in diesem Bewerb, ebenfalls Bronze, hatte Maxim Podoprigora 2000 in Helsinki geholt.

Giefing souverän ins Finale

Ein Zukunftsversprechen gab in Paris auch Giefing ab, der über 200 Meter Kraul souverän ins Finale der besten acht einzog. Der erst 18-jährige Burgenländer gewann sein Semifinale am Donnerstag in 1:45,47 Minuten und kam als Gesamtfünfter weiter.

Im Vorlauf hatte auch Giefing in 1:44,96 Minuten einen österreichischen Rekord aufgestellt und die bisherige Bestzeit von Felix Auböck von der WM 2022 in Budapest um 15 Hundertstelsekunden unterboten. Um die Medaillen geht es für ihn am Freitag um 18.36 Uhr (live in ORF Sport +).

Mit seinen beiden Donnerstag-Zeiten unterbot Giefing das Olympialimit für LA 2028 jedenfalls, Gültigkeit haben aber erst ab 1. März 2027 erbrachte Limits. Der Youngster muss seine Paris-Leistung also noch einigermaßen bestätigen, um bei den nächsten Sommerspielen dabei zu sein.

Endstation in Vormittagssession

In den weiteren Bewerben war es für Österreichs Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Donnerstag schon in der Vormittagssession nicht nach Wunsch gelaufen. Lukas Edl (33.), Max Halbeisen (35.), Leon Opatril (49.) und Bernhard Reitshammer (55.) schieden über 50 m Rücken im Vorlauf aus.

Iris Berger verpasste über 100 m Delfin als 26. ebenfalls den Aufstieg ins Semifinale. In der 4-x-100-m Kraul-Staffel war für das OSV-Quartett (Edl, Kopf, Giefing, Gigler) im Vorlauf Endstation, die Zeit von 3:15,83 Minuten bedeutete Rang 13 und immerhin klaren OSV-Rekord.