Als Mindestziel bei der Grazer Gemeinderatswahl hatte NEOS ein drittes Mandat und damit das Erreichen der Klubstärke ausgegeben, auch mit einem Sitz im Stadtsenat hatte man geliebäugelt. Es wurde dann allerdings ein Verlust von 0,5 Prozentpunkten auf nur mehr 4,9 Prozent.
Wochenlang für Stadtpartei nicht erreichbar
NEOS in Graz erfuhr offenbar von der Bundespartei, dass Pointner ausgetreten war: Für die Stadtpartei war er seit Wochen nicht mehr erreichbar, so die steirische NEOS-Landesgeschäftsführerin, Lena Berner. Am Montag trat Philipp Pointner nun aus sämtlichen parteiinternen Chatgruppen aus, auch seine Instagram-Seite, auf der Pointner insbesondere im Wahlkampf für die Grazer Gemeinderatswahl aktiv war, gibt es nicht mehr – sie wurde offenbar gelöscht.
Auch Verzicht auf Gemeinderatsmandat?
Dem Vernehmen nach soll Pointner auf sein Mandat im Gemeinderat verzichten – er könnte es aber auch als sogenannter „wilder Geminderat“ ohne Fraktion im Rücken ausüben. „Spätestens am 27. August werden wir es wissen“, so Berner, denn dann findet die konstituierende Sitzung des neuen Gemeinderats statt – sie hofft aber noch vorher von Pointner etwas zu hören. Sollte Pointner verzichten, rücken die Listenzweite Verena Garber und der Listendritte Alexis Pascuttini nach – Pascuttini war bereits für die FPÖ und für KFG im Grazer Gemeinderat tätig.
Pointners Abgang ist bereits der zweite auf Chefebene nach der Grazer Gemeinderatswahl: Bei der SPÖ wurde an der Parteispitze Doris Kampus durch Hannes Schwarz ersetzt – mehr dazu in SPÖ: Hannes Schwarz folgt auf Doris Kampus (29.6.2026)