Die Brände im Kaltenbachgraben und am Hochanger konnten bereits am Wochenende gelöscht werden, so Einsatzleiter Roland Gödl. In Pernegg waren die Glutnester hartnäckiger.
Auch nach „Brand aus“ laufend Kontrollen
Montagfrüh gab die Feuerwehr bekannt, dass auch dieser Waldbrand nun völlig gelöscht sei. In der Nacht standen noch 14 Feuerwehrleute im Einsatz, um Nachlöscharbeiten durchzuführen und Brandwache zu halten. Nach einem Überflug mit einer Drohne samt Wärmebildkamera in den frühen Morgenstunden konnte dann aber das „Brand aus“ gegeben werden.
Dennoch bleiben die Feuerwehrkräfte vorsichtig. Auch in den kommenden Stunden und Tagen werden noch Kontrollen durchgeführt, da die Waldbrandgefahr aufgrund der akuten Trockenheit derzeit extrem groß ist.
Rauchentwicklung festgestellt
Die Feuerwehr wurde am Samstag gegen 19.00 Uhr über den Waldbrand informiert. Zunächst wurde die Lage erkundet und dabei stellte sich heraus, dass es sich eben um gleich drei Brände im Gebiet handelt. „Bei der Erkundung des Waldbrandes wurde am Gegenhang eine Rauchentwicklung festgestellt, weshalb wir dann einen Hubschrauber angefordert haben. Nach einem Erkundungsflug mit dem Hubschrauber wurde auch ein Waldbrand am Hochanger festgestellt und ein dritter Waldbrand im Kaltenbachgraben“, schildert Einsatzleiter Roland Gödl.
Bis zu 140 Kräfte im Einsatz
Insgesamt standen am Samstag 20 Fahrzeuge und 140 Feuerwehrkräfte im Einsatz, ebenso ein Polizeihubschrauber. Sonntagfrüh wurden die Löscharbeiten fortgesetzt – mit insgesamt 120 Feuerwehrkräften und einem Hubschrauber der Polizei.
Waldbrandgefahr anhaltend hoch
Ausgelöst wurde das Feuer laut dem Waldbrandsachverständigen des Landes Steiermark, Peter Ondrich, durch Blitzschlag. „Aufgrund der Temperaturen in den letzten Wochen in ganz Österreich und des ausbleibenden Niederschlags ist die Gefahr derzeit sehr hoch. Die Waldböden sind ausgetrocknet und es reicht ein Funken oder Blitz, um eine neuen Waldbrand zu verursachen“, so Ondrich.
Feuer auf Bergkamm
Im Pölstal im Bezirk Murtal waren am Samstag auch rund 50 Feuerwehrkräfte bei einem Waldbrand im Einsatz. Am Bergkamm des sogenannten Riedlgrabens, auf einer Seehöhe von rund 1.600 Meter, war ein Feuer ausgebrochen. Die Brandursache ist noch unklar. Das Feuer konnte rasch eingedämmt werden.