In einer ersten Bilanz sprachen am Montag Vertreter der Hagelversicherung von einem bisherigen Schaden von einer Milliarde Euro in Österreich – mehr dazu in Eine Mrd. Schaden durch „historische Dürre“ (news.ORF.at). Die Steiermark dürfte von Schäden in Höhe von etwa 140 Millionen betroffen sein – mehr dazu in „Historische Dürre“ für Landwirtschaft.

Schadenssumme kann weiter steigen

Es sei allerdings nicht ausgeschlossen, dass die Schadenssumme in der Landwirtschaft weiter ansteigt, wenn in der zweiten Augusthälfte keinen nennenswerten Niederschläge kommen. Derzeit sind etwa 50 Sachverständige der Hagelversicherung in der Steiermark unterwegs, um die Schäden zu begutachten.

Dabei sind die Dürreschäden nicht die einzigen, sagt der Landesdirektor der Hagelversicherung, Josef Kurz: „Wir haben auch Hagelschäden, die noch anzuschauen sind. Wir haben noch Frostschäden, die jetzt auch endgültig dicht gemacht werden. Und wir sind natürlich mitten in der Dürreschadenserhebung. Denn auch die Noternte hat schon begonnen: Viele beginnen jetzt, den ersten Mais zu silieren, um noch zu retten, was zu retten ist.“

Prämienerhöhung „aktuell kein Thema“

Wer versichert ist, kann mit Entschädigungszahlungen rechnen. In der Steiermark sind rund 85 Prozent der Ackerflächen und 40 Prozent der Grünlandflächen auf Dürreschäden versichert.

Dass die Prämien angesichts der immer stärker werdenden Trockenperioden steigen, damit rechnet man aus heutiger Sicht noch nicht, so Kurz: „Das ist jetzt aktuell kein Thema. Solche Dinge wird man dann im Herbst sehen, wenn die Ernten eingefahren sind, dann werden sich die Gremien damit beschäftigen. Die Österreichische Hagelversicherung ist ein gut geführtes Unternehmen und hat entsprechend Rückversicherer.“

Betrieben, die sich für eine Versicherung gegen Dürre entscheiden, wird übrigens finanziell geholfen: Durch eine Förderung des Landes und des Bundes sind insgesamt 55 Prozent der Versicherungsprämie für die Dürreindexversicherung staatlich gedeckt.