Die Dürreschäden in der Landwirtschaft werden in ganz Österreich auf eine Milliarde Euro geschätzt – 140 Millionen machen sie laut Hagelversicherung in der Steiermark aus. Die Debatte um mögliche Hilfspakete für die Bauern läuft daher auf Hochtouren, ebenso gibt es Verhandlungen in der Bundesregierung.
Steiermark „war bereits aktiv“
Die steirische Landesregierung will sich in einer Regierungssitzung in der nächsten Woche ebenfalls mit dem Thema Hitze beschäftigen – mehr dazu in Land plant Hitzegipfel (7.8.2026).
Was die Hilfen für die Landwirtschaft betrifft, sieht Landeshauptmann Mario Kunasek nun aber vor allem den Bund in der Verantwortung – das Land Steiermark sei schon aktiv gewesen: „Wir haben auch bereits erste Maßnahmen getroffen, was die Trinkwasserversorgung betrifft, auch im Süden von Graz. Hier wird sehr viel Geld investiert: 150 Millionen Euro, die hier gemeinsam in die Hand genommen werden. Wir haben auch für die Landwirte bereits einiges getan: Acht Millionen Euro auch für die Bewässerung usw.. Wichtig wäre eine grundsätzliche Festlegung auch auf Bundesebene, dass es Unterstützung gibt.“
Frühe Auszahlung „unionsrechtlich möglich“
Mindestens ebenso wichtig sei es zu betonen, „dass es rasch gehen muss“, so Kunasek: „Ich könnte mir vorstellen, dass man die Mittel, die den Bauern sowieso zustehen, im Dezember auch zur Auszahlung kommen – diese Ausgleichsmittel, diese Gelder, die auch die Europäische Union vorsieht. Es wäre unionsrechtlich auch möglich, bereits im September auszuzahlen, um die Liquidität der Bauern wiederherzustellen.“