Helmut Berger sagte am Donnerstag gegenüber dem ORF Tirol, dass er bereits früher erklärt habe, auf sein Amt verzichten zu wollen, sobald er das Pensionsalter erreicht hat. Für die ÖVP als mandatsstärkste Partei des Kirchbergers Gemeinderats sei der jetzige Termin mit dem Amtsverzicht überraschend gekommen, so VP-Fraktionsführer Peter Schweiger. Es habe zwar immer wieder Gerüchte gegeben, eine klare Kommunikation hingegen nicht.
26. August frühestmöglicher Termin für Neuwahl
Der frühestmögliche Termin für einen Neuwahl in Kirchberg wäre der 26. August. Bis dahin übernimmt SPÖ-Vizebürgermeister Josef Eisenmann die Geschäfte. Ist der Amtsverzicht dann in Kraft, wird die ÖVP einen eigenen Kandidaten bzw. eine eigene Kandidatin stellen, so Schweiger. Namen könne man jetzt noch keine nennen. Zuerst wolle man mit den kleinen Parteien im Gemeinderat reden, mit wem eine Mehrheit zu schaffen wäre – „um das Ruder herumzureißen und in Kirchberg eine Wende zu schaffen", so Schweiger.
17-köpfiger Gemeinderat entscheidet
Damit könnte auch in Kirchberg eine langjährige SPÖ-Bastion fallen. Helmut Berger war dort seit 16 Jahren Bürgermeister. Er hat als Kandidatin für seine Nachfolge SPÖ-Landtagsabgeordnete Claudia Hagsteiner vorgeschlagen. Die Entscheidung fällt im 17-köpfigen Gemeinderat. Dort hat die ÖVP acht Mandate, die SPÖ sechs. Je eines entfällt auf FPÖ, NEOS und MFG.