Im Juli waren um 829 Menschen mehr arbeitslos als im Juli des Vorjahres, das bedeutet einen Anstieg um 8,5 Prozent. Zum Vergleich: In Kärnten stieg die Arbeitslosigkeit im selben Zeitraum nur um 1,7 Prozent. „Die ausbleibende wirtschaftliche Erholung hält den Vorarlberger Arbeitsmarkt weiterhin unter Druck“, sagt AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter.

Ältere Frauen besonders betroffen

Besonders betroffen sind Menschen über 50 und hier vor allem Arbeitnehmerinnen. Die Arbeitslosigkeit bei den Frauen dieser Altersgruppe stieg gleich um 19,4 Prozent. Hier zeigen sich vor allem die wirtschaftlichen Probleme im Einzelhandel, aber auch bei den klassischen Büroberufen. Bei den über 50-jährigen Männern betrug der Anstieg immer noch 13,6 Prozent.

Beschäftigte über 50 Jahren seien häufiger vom Jobabbau betroffen, so Bereuter. Unternehmen in wirtschaftlicher Schieflage kündigen oft zuerst teurere und damit meist ältere Arbeitnehmer. Auch bei den Jugendlichen stieg die Arbeitslosigkeit, allerdings nur um 3 Prozent – hier waren Burschen stärker betroffen als Mädchen.

8,5 Prozent mehr Arbeitslose als noch 2025

In Vorarlberg sind Ende Juni an die 10.500 Menschen ohnen Arbeit. Das sind um 8,5 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Ausbildung spielt große Rolle

Nach wie vor spielt die Ausbildung eine große Rolle. 44,8 Prozent der Arbeitslosen haben höchstens einen Pflichtschulabschluss. Allerdings ist die Beschäftigungslosigkeit bei Akademikerinnen und Akademikern im Juli mit 133 Personen oder 20,2 Prozent besonders stark gestiegen. Das trifft auch auf andere höher qualifizierte Berufe zu. Bei den technischen Berufen war ein Anstieg von 20,5 Prozent zu verzeichnen. Die wirtschaftliche Entwicklung macht sich damit auch in der Industrie deutlich bemerkbar.