Während die Gruppe der arbeitslos vorgemerkten um 1,8 Prozent gestiegen ist, ist jene der Personen in AMS-Schulungen um fast 13 Prozent gesunken. Gestiegen ist erneut die Zahl der über 50-Jährigen, die Arbeit suchen. Auf der anderen Seite ist jene der unter 25-Jährigen leicht zurückgegangen. Nach Branchen betrachtet, hat die Arbeitslosigkeit im Juli im Einzelhandel um 9,1 Prozent zugenommen und in der Warenproduktion um 6,8 Prozent. Im Bau hat die Arbeitslosigkeit um 4,9 Prozent abgenommen.

Lehrabschluss als wesentlicher Faktor

Das AMS Wien sieht die Ausbildung als Schlüssel für den Erfolg auf dem Arbeitsmarkt. Denn betrachtet man die Arbeitslosenquote nach abgeschlossenen Ausbildungen, zeige sich ein klares Bild: Mit einem akademischen Abschluss liegt sie bei unter fünf Prozent, mit einem Lehrabschluss bei etwa zwölf Prozent. Unter den Menschen mit maximal Pflichtschulabschluss sind mehr als 32 Prozent ohne Job.

Deshalb ist die Arbeitslosigkeit Wiens leicht gesunken

Ende Juli sind 149.053 Personen beim Arbeitsmarktservice Wien arbeitslos oder in Schulung gemeldet gewesen. Im Jahresvergleich ist die Zahl der Arbeitssuchenden damit um 1,4 Prozent zurückgegangen.

„Anders gesagt: An jenem Tag, an dem man die Lehrabschlussprüfung besteht, senkt man sein Arbeitslosigkeitsrisiko um 20 Prozentpunkte“, so AMS-Wien-Vizechefin Katharina Luger. „Im September beginnt ein neues Lehrjahr – wer jetzt noch nicht weiß, wie es weitergeht, sollte das als Chance begreifen.“

Man sei bei der Suche nach einem Lehrbetrieb gern behilflich und auch nach Alternativen, falls es nicht gleich klappt. Das betreffe auch Erwachsene, die einen Lehrabschluss nachholen wollen. 1.613 offene Lehrstellen wurden dem AMS gemeldet, davon sind 660 sofort verfügbar.