Die typischen silberfarbenen Polizeiautos mit blau-roten Streifen und Blaulicht auf dem Dach kennen alle. Doch neben den Streifenwagen hat die Polizei noch viele weitere Dienstfahrzeuge. Insgesamt beträgt der Fahrzeugstand der Vorarlberger Landespolizeidirektion in diesem Jahr 269 Fahrzeuge. Die meisten der Streifenwagen sind von den Automarken VW und Skoda. Aber es befinden sich auch sehr seltene und alte Fahrzeuge im Fuhrpark der Polizei Vorarlberg.

Mehr als die Hälfte der Polizeiautos sind Volkswagen

Von den 269 Polizeifahrzeugen in Vorarlberg stammen 170 vom deutschen Autokonzern VW, 39 davon gehören zum Modell Touran in unterschiedlichsten Ausführungen. Absoluter Spitzenreiter beim Modell ist allerdings der VW Transporter – davon sind in Vorarlberg derzeit 78 Stück im Einsatz. Insgesamt stammen also 63 Prozent aller Fahrzeuge im Polizeifuhrpark vom deutschen Großkonzern Volkswagen.

Als Zivilauto der Polizei ist vielen Vorarlberger Autofahrern auch das Modell Caddy bekannt. In dessen Kofferraum ist mitunter ein Radargerät installiert. So kann das Messgerät mit dem Auto leicht den Standort wechseln und die Geschwindigkeit von Fahrzeugen im Straßenverkehr überprüfen.

Neben den VW-Autos setzt die Vorarlberger Polizei aber auch auf die Marke Skoda. Insgesamt 55 Fahrzeuge von dem tschechischen Hersteller sind in Vorarlberg im Einsatz. Vor allem die beiden Modelle Kodiaq und Octavia.

Neben Volkswagen und Skoda sind aber auch zwölf Audis im Polizeidienst. Davon die Modelle A3, A4, A5 und A6. Vom spanischen Automobilhersteller Cupra sind derzeit vier Autos auf Vorarlbergs Straßen im Dienst der Landespolizeidirektion unterwegs.

Vier Puch Mopeds von 1966

In der Anfragebeantwortung von Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) an die FPÖ sind alle Fahrzeuge genau aufgelistet. Auffallend sind vier Puch VS 50 D. Dabei handelt es sich um Mopeds, die die Vorarlberger Polizei bereits im Jahr 1966 beschafft hat. Es dürfte sich also um die ältesten Polizeifahrzeuge in Vorarlberg handeln. Laut Öffentlichkeitsarbeit der LPD sind zwei davon nach wie vor in Verwendung. Sie werden etwa für Aktenerhebungen oder Botenfahrten eingesetzt.

Die beiden anderen Modelle stehen im Polizeimuseum in den Museumswelten in Frastanz. Dort werden sie von vielen Besucherinnen und Besuchern gerne bestaunt. Viele ältere Menschen kennen sie noch aus früheren Jahren, als die Polizei noch vermehrt mit Mopeds unterwegs war.

Ein Kleintraktor, ein Omnibus und ein Lkw

Die Vorarlberger Polizei ist aber nicht nur mit zivilen Autos und mit Streifenwagen unterwegs: für Materialfahrten gibt es etwa einen MAN Lkw. Der Hausmeister der Polizeischule in Feldkirch Gisingen hat für seine Tätigkeiten einen Kleintraktor der Marke Iseki – auch er fand Eingang in die Anfragebeantwortung.

Und weil teilweise auch viele Polizistinnen oder Polizeischüler gemeinsam an einen Ort gebracht werden müssen, hat die Landespolizeidirektion auch einen eigenen Omnibus der Marke Scania.

14 Polizeimotorräder im Einsatz

Die Polizei ist im Land aber nicht nur auf vier, sondern auch auf zwei Rädern unterwegs. Insgesamt verfügt die LPD Vorarlberg über 14 Motorräder – etwa der Marken BMW oder Honda.

Zudem sind im Fuhrpark auch zwei geländegängige „Trial Bikes“ gelistet. Diese werden laut Landespolizeidirektion vor allem für die Fahrsicherheitstrainings der Polizeimotorradfahrer verwendet.

Mehr als zwei Millionen Euro für Leasing

Die Nutzungsdauer der Fahrzeuge der Vorarlberger Polizei ist in der Regel durch Leasingverträge auf drei Jahre beschränkt. Damit stehen den Beamtinnen und Beamten auch immer moderne und neue Fahrzeuge zur Verfügung. Die Neuanschaffungen sind laut LPD ebenfalls per Leasingvertrag geregelt.

Im Jahr 2025 haben die Leasingkosten für alle Fahrzeuge 2,05 Millionen Euro betragen. Das geht aus der Anfragebeantwortung des Innenministers hervor. 239 Fahrzeuge sind derzeit in einem aktuellen Leasingvertrag. Lediglich 35 Fahrzeuge stehen im Eigentum der Polizei.