Im Frühjahr zog der Gartenmöbelhändler Jardini in das Erdgeschoss des ehemaligen Möbelhauses ein und nutzte einen Teil des Gebäudes vorübergehend. „Der Standort hat wirklich viele Emotionen aus der Vergangenheit. Alle Besucher sind emotional dankbar, dass da wieder was war und denken zurück an die Zeiten, wo die hier mit Freude eingekauft haben“, schilderte Gerrit Venter, Geschäftsführer von Jardini, im „Wien heute“-Interview.

Ende August zog der Gartenmöbelhändler allerdings wieder aus. Seither steht der riesige Leiner-Komplex erneut leer. Ideen für die Nachnutzung haben die Anrainerinnen und Anrainer zur Genüge: „Ein Schwimmbad wie früher, hier war früher nämlich das Baumgartner Bad, das Baumsti. Das wäre extrem geil“, schilderte eine Anrainerin. Weitere Ideen: neue Wohnungen, eine Sporthalle oder ein Freizeitzentrum.

Von Mehrzweckhalle bis S-Bahn-Station

Auch die Bezirkspolitik bringt verschiedene Vorschläge ein. Die FPÖ spricht sich für ein neues Gymnasium am Standort aus. Die Grünen fordern leistbare Wohnungen und eine Mehrzweckhalle. Die NEOS wünschen sich eine neue S-Bahn-Station für die Linie S80. Die ÖVP schlägt eine Bürgerservice-Anlaufstelle sowie einen begrünten Dachpark vor. Von der SPÖ-geführte Bezirksvorstehung heißt es hingegen: „Es handelt sich um ein Privatgrundstück, Spekulationen über eine Nachnutzung tragen zur Verunsicherung der Bevölkerung bei (…).“

Drei der fünf ehemaligen kika/Leiner-Standorte in Wien werden mittlerweile wieder genutzt, etwa als Baumarkt. Offen ist dagegen weiterhin die Zukunft des ehemaligen Leiner in der Hadikgasse sowie des früheren kika Wien Nord. Der Eigentümer Supernova teilte mit, dass für beide Standorte Verhandlungen über eine künftige Nutzung laufen.