Während im Juli vor allem die Zahl der Langzeitarbeitslosen überdurchschnittlich stark gestiegen ist, gab es bei jungen Arbeitssuchenden unter 25 Jahren einen leichten Rückgang. Die burgenländischen Unternehmen haben gleichzeitig fast 1.500 offene Stellen gemeldet. Das sei ein beachtliches Niveau und ein positives Signal, sagte AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl.
Zahl der Langzeitarbeitslosen als Konjunktur-Indikator
Dass sich die Wirtschaft insgesamt aber weiterhin schwer tut, hat die Zahl der Langzeit-Arbeitslosen vom Juli gezeigt. Sie sei laut AMS eine Art Konjunktur-Inidikator. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres gab es heuer um fast zehn Prozent mehr Langzeitarbeitslose. Hier sehe sich zuletzt das AMS auch besonders gefordert, so Sengstbratl. Aktuell untersucht ein Forschungsprojekt, wie Wiedereinstiege in den Arbeitsmarkt dauerhaft gelingen können.
Viele Lehrstellensuchende bei sinkendem Angebot
Hoch ist derzeit auch die Zahl der Lehrstellensuchenden im Burgenland. Das sei laut AMS aber keine Besonderheit, weil es nach Schulschluss vermehrt Arbeitslosmeldungen gebe. Das Angebot an Lehrstellen sank im Juli aber weiter.
In Summe hatten, inklusive Schulungsteilnehmer, rund 9.700 Menschen im Burgenland keinen Job. Das waren um etwa 400 mehr als vor einem Jahr. Österreichweit ist die Zahl der Arbeitslosen um 3,1 Prozent gestiegen. Im Burgenland waren es insgesamt 4,5 Prozent.