Riesige Brände toben derzeit in Kanada, Frankreich und Spanien. Mit zunehmender Trockenheit drohen auch in Österreich Waldbrände. Die Einsatzkräfte erlebten in den vergangenen Jahren mehrfach, wie herausfordernd solche Einsätze sein können. Besonders der Waldbrand im Lesachtal ist vielen Einsatzkräften noch in Erinnerung. Über Wochen hinweg waren zahlreiche Feuerwehren gefordert. Ausgelöst wurde der Brand durch eine weggeworfene Zigarette – mehr dazu in Waldbrand durch Zigarette ausgelöst.

Acht von zehn Waldbränden durch Menschen ausgelöst

Michael Schneider, Leiter der Brandverhütungsstelle des Landesfeuerwehrverbandes Kärnten, warnt davor, dass der Mensch weiterhin der größte Risikofaktor ist. „Das kann man ganz sicher so sagen. Es gibt ja auch diese Waldbrandkarte, wo sämtliche Waldbrände von Österreich dokumentiert werden. Und da zeigt es sich, dass acht von zehn Waldbränden durch den Menschen verursacht werden. Der Mensch ist da der Hauptverursacher.“ Der Rest sind Blitzschläge. Dass Glasscherben Waldbrände auslösen können, ist ein Mythos.

Feuerwehr rät zur Vorsicht

Gerade während der bevorstehenden Hitzewelle appelliert der Landesfeuerwehrverband deshalb an die Bevölkerung, besonders vorsichtig zu sein. Offenes Feuer, Zigaretten oder auch weggeworfene Glut können in trockenen Gebieten schnell gefährlich werden. „Hausverstand einschalten, sorgsam mit dem Thema umgehen. Feuer, Zigaretten haben einfach im waldnahen Gebiet nichts verloren. Ganz wesentlich auch Zigaretten oder Zigarettenreste nicht aus dem Fahrzeug hinauswerfen, da es durch Flurbrände in weiterer Folge zu einer Ausweitung auch in den Wald kommen kann“, so Schneider.

Ein großer Waldbrand in Frankreich wurde durch ein brennendes Auto ausgelöst. Es reicht oft auch der Funkenflug einer Arbeitsmaschine. Je heißer die Luft ist, desto mehr entzieht sie Boden und Pflanzen Feuchtigkeit.

Jede Sekunde zählt