Tausende Feuerwehrleute aus dem In- und Ausland sind aktuell in Spanien und Frankreich im Einsatz, um die verheerenden Waldbrände zu bekämpfen – mehr dazu in Kampf gegen verheerende Brände in Europa (news.ORF.at; 28.7.2026).

Hilfe aus Niederösterreich wird aber aktuell nicht benötigt, sagt Alexander Nittner, Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos Niederösterreich, gegenüber noe.ORF.at. „Das liegt daran, dass dort für die Brandbekämpfung hauptsächlich Löschflugzeuge und -hubschrauber benötigt werden.“

Aber auch in Niederösterreich ist die Lage angespannt. Im ersten Halbjahr mussten schon 616 Wald- und Flurbrände bekämpft werden. Schon vor Jahren hat das niederösterreichische Feuerwehrkommando deshalb eine eigene Sondereinheit gegründet. „Das sind 600 Feuerwehrmitglieder, die eine Spezialausbildung erhalten, um dann in diesem Sonderdienst Waldbrandbekämpfung tätig zu sein“, erklärt Nittner.

„Frage nicht, ob Waldbrand kommt, sondern wann und wo“

Beim riesigen Waldbrand in Hirschwang im Jahr 2021 war dieser Sonderdienst ebenfalls im Einsatz. Seit damals hat die Sondereinheit auch eine eigene Kleidung. „Unsere Waldbrandbekleidung ist dünner als eine herkömmliche Branddienstbekleidung, weil man im schwierigen Gelände sehr schwitzt, sehr viel Energie benötigt und die Hitze teilweise unerträglich ist.“

Und die Wahrscheinlichkeit, dass diese Bekleidung schon bald zum Einsatz kommen wird, sei groß, so Nittner. „Die Frage, die wir uns stellen, ist nicht, ob ein Waldbrand kommt, sondern wann und wo.“ Dementsprechend sei man rund um die Uhr auf mögliche Einsätze vorbereitet.