Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien steigt die Zahl der Toten. Bis gestern Abend zählten die Behörden bereits mehr als 200 Todesopfer. Unterdessen suchten Rettungskräfte unter den Trümmern nach Überlebenden. Das Beben der Stärke 7,4 hatte am Montag das Land erschüttert.
Die UNO-Organisation für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) bestätigte unter Berufung auf offizielle Zahlen von Montagabend zunächst 126 Tote und 1.495 Verletzte.
Es wird jedoch befürchtet, dass die Opferzahl weiter steigt, da viele betroffene Gebiete wegen unterbrochener Kommunikationswege schwer erreichbar sind. In besonders schwer getroffenen Städten wie Pereira und Cali bildeten Anrainer und Freiwillige menschliche Ketten, um Schutt wegzuräumen und nach Verschütteten zu suchen. Viele Menschen verbrachten die Nacht im Freien oder in Parks, da ihre Häuser unbewohnbar geworden waren.
Das Beben richtete verheerende Schäden an der Infrastruktur des Landes an. Dem OCHA zufolge wurden fast 5.000 Häuser beschädigt und Dutzende Gebäude stürzten ein. Erste internationale Hilfe lief unterdessen an.