Nach seinen umstrittenen Aussagen zu Frauen und Postenbesetzungen weigerte sich Ruck zunächst zwei Wochen lang – trotz eindeutiger Aufforderungen und sogar dem Ausschluss aus der ÖVP – zurückzutreten.

Das änderte sich allerdings am Donnerstag, am Vormittag informierte Ruck den Wirtschaftsbund Wien darüber, dass er sich ins Privatleben zurückzieht. Die bisherige WKW-Vizepräsidentin Margarete Kriz-Zwittkovits wird an seine Stelle an der Spitze von WKW und Wirtschaftsbund Wien treten, teilte der Wirtschaftsbund in einer Aussendung mit.

Mikl-Leitner: „Logische Konsequenz der Entwicklungen“

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), in der Landesregierung für Wirtschaft zuständig, hatte den Parteiausschluss Rucks Ende Juli begrüßt und von einem „wichtigen und richtigen Signal“ von ÖVP-Chef Stocker gesprochen – mehr dazu in Mikl-Leitner: Rucks Ausschluss „wichtiges Signal“ (noe.ORF.at; 25.7.2026).

Werde Vertrauen erschüttert, brauche es klare Konsequenzen. Zum Rücktritt am Donnerstag sagte sie auf Nachfrage von noe.ORF.at, das sei die logische Konsequenz der Entwicklungen der vergangenen Tage. Seiner Nachfolgerin Margarethe Kriz-Zwittkovits wünsche sie für ihre Aufgabe „alles Gute und viel Erfolg“.

Ecker: „Reformprozess muss fortgesetzt werden“

Der niederösterreichische Wirtschaftskammer-Präsident Wolfgang Ecker, sprach am Donnerstag von einem „richtigen Schritt“ Rucks und betonte in einer Aussendung: „Der gemeinsam von uns allen eingeleitete Reformprozess muss nun konsequent fortgesetzt werden.“ Mit Kriz-Zwittkovits an der Spitze der Wirtschaftskammer Wien bestehe dafür eine gute Voraussetzung.