Grund dafür war eine „unnötige Behinderung“ von McLaren-Fahrer Oscar Piastri in der Qualifikation. Zu diesem Entschluss kamen die Stewards, nachdem sie unter anderem mit den beiden Fahrern gesprochen sowie Videoaufnahmen und Telemetriedaten ausgewertet hatten. Auch WM-Leader Kimi Antonelli (Mercedes) verlor drei Plätze. Der Italiener hatte nach einem Dreher von Max Verstappen (Red Bull) das Tempo bei Gelber Flagge zu wenig reduziert und startet nun von Platz sieben.
Norris, der im Vorjahr in Ungarn einen seiner sieben Siege auf dem Weg zum WM-Titel gefeiert hatte, zeigte im Qualifying davon ungeachtet eine starke Leistung und fing seinen routinierten britischen Landsmann Hamilton im letzten Umlauf noch ab. Hamiltons monegassischer Ferrari-Stallgefährte Charles Leclerc und Oscar Piastri (AUS/McLaren) rückten nach den Strafen auf die Plätze zwei und drei vor.
Antonelli hatte in seinem Mercedes sogar Glück, es überhaupt in Q3 zu schaffen. Denn die schnellere Runde Antonellis in Q2 wurde wegen einer Überfahrung der erlaubten Streckenbegrenzung von den Stewards gelöscht.
McLaren im Aufwind
Mit seiner insgesamt 17. Poleposition sorgte Norris dafür, dass im elften Rennen zum ersten Mal kein Mercedes das Rennen von der Poleposition eröffnet. In den zehn Rennen hatten sich sechsmal Antonelli und viermal Russell den ersten Startplatz gesichert. Einzig in den Qualis für die Sprints von Miami und Großbritannien hatten sich Norris bzw. Hamilton als Schnellste durchgesetzt.
Norris hatte schon am Samstagvormittag im dritten Freien Training den Ton angegeben und belohnte sich mit der ersten Poleposition als regierender Weltmeister. GP-Sieg hat Norris in dieser Saison noch keinen eingefahren, die Updates an seinem McLaren scheinen aber zu funktionieren. „Ich bin sehr glücklich, zurück an der Spitze zu sein“, sagte der Brite. „Am Ende bin ich aber auch ein bisschen positiv überrascht.“
Grand Prix von Ungarn in Budapest
Startaufstellung: 1. Lando Norris GBR McLaren 2. Charles Leclerc MON Ferrari 3. Oscar Piastri AUS McLaren 4. Max Verstappen NED Red Bull 5. Lewis Hamilton * GBR Ferrari 6. George Russell GBR Mercedes 7. Kimi Antonelli * ITA Mercedes 8. Isack Hadjar FRA Red Bull 9. Arvid Lindblad GBR Racing Bulls 10. Nico Hülkenberg GER Audi 11. Liam Lawson NZL Racing Bulls 12. Pierre Gasly FRA Alpine 13. Franco Colapinto ARG Alpine 14. Gabriel Bortoleto BRA Audi 15. Esteban Ocon FRA Haas 16. Fernando Alonso ESP Aston Martin 17. Oliver Bearman GBR Haas 18. Carlos Sainz ESP Williams 19. Alexander Albon THA Williams 20. Lance Stroll CAN Aston Martin 21. Valtteri Bottas FIN Cadillac 22. Sergio Perez MEX Cadillac