Auch ohne Medaille gab Giefing ein Versprechen für die Zukunft ab, im Semifinale am Donnerstag war er als Gesamtfünfter weitergekommen. Im Vorlauf hatte Giefing in 1:44,96 Minuten sogar österreichischen Rekord aufgestellt und die bisherige Bestzeit von Felix Auböck von der WM 2022 in Budapest um 15 Hundertstelsekunden unterboten.

„Das Ergebnis zeigt, dass ich in der internationalen Klasse angekommen bin. Schauen wir, wie es weitergeht. Es heißt einfach weiter trainieren, noch besser werden und Erfahrung sammeln. Ich habe hier in Paris mehr erreicht als im Vorfeld erhofft. Über den Finaleinzug bin ich mehr als stolz und sehr zufrieden“, sagte Giefing in seiner ersten Reaktion.

Giefing schwimmt knapp an Medaille vorbei

Bei der Schwimm-EM in Paris hat Christian Giefing eine Medaille nur knapp verpasst. Der 18-Jährige wurde über 200 Meter Kraul starker Vierter.

Mit seinen Zeiten unterbot Giefing das Olympialimit für LA 2028 jedenfalls, Gültigkeit haben aber erst ab 1. März 2027 erbrachte Limits. Der Youngster muss seine Paris-Leistung also noch bestätigen.

Aus im Halbfinale

Starke Leistungen zeigten auch Luka Mladenovic, der am Donnerstag die Bronzemedaille über 200 Meter Brust geholt hatte, und Valentin Bayer, die über 50 Meter Brust ins Halbfinale einzogen. Dort scheiterten beide. Bayer wurde in 27,19 Sekunden 14., für Mladenovic reichte es in 27,37 zu Platz 16.

Martin Espernberger schied im Halbfinale über 200 Meter Delfin mit einer Zeit von 1:56,71 als Gesamt-14. aus. Die Top 16 verpassten Bernhard Reitshammer (30.) und Jan Niedermayer (56.). Noah Zemansky (31.) scheiterte über 200 Meter Delfin ebenso wie Philipp Rizek (36.) im Vorlauf.

OSV-Damen scheitern

Für Österreichs Damen lief es am Freitag insgesamt wenig berauschend. Marlene Kahler schied als 43. (36,53 Sekunden) über 50 Meter Kraul ebenso im Vorlauf aus wie Iris Julia Berger als 28. (1:02,58 Minuten) über 100 Meter Rücken.

Auch im 200-Meter-Lagen-Vorlauf schaffte keine Schwimmerin des Österreichischen Schwimmverbands (OSV) den Aufstieg. Nina Omid (22./2:18,86) und Aviva Hollinsky (23./2:19,02) scheiterten recht deutlich.